Wirbelsäule
Johanniskraut

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Winter 2014 / 2015


Trockene Haut


tritt in den Wintermonaten deutlicher in Erscheinung und zeigt sich in Form von rauhen oder rissigen Händen, Spannungsgefühl, Hautreizungen oder Juckreiz. Trockene Heizungsluft, ständig bedeckte /bekleidete Haut sowie hohe Temperaturunterschiede zwischen drinnen und draußen (Hände) führen zu derartigen Erscheinungen.


Üblicherweise versucht man mit Creme oder Lotion diese Symptome zu lindern. Der Effekt ist oft fragwürdig, da bei Unterbrechung des regelmäßigen Eincremens die trockene Haut sofort wieder in Erscheinung tritt. Damit ist das Problem nicht ursächlich geklärt.


Bei einem intakten Hautstoffwechsel fettet sich die Haut von innen nach außen. Jeder natürliche Ausscheidungsprozess über die Haut läuft von innen nach außen und kann durch körperliche Betätigung (schwitzen) oder Saunagänge angeregt werden.


Hautpflegend in diesem Sinne eignen sich besonders basische Bäder. Entsprechende Badezusätze gibt es in reichhaltiger Auswahl in Apotheken und Reformhäusern.


Fehlt es an Zeit oder Gelegenheit für ein Vollbad, unterstützen auch basische Fußbäder den Stoffwechsel und regen die Ausscheidung von Schlackenstoffen über die Haut an. Die natürliche Ausscheidungsrichtung von innen nach außen kann damit wieder in Gang kommen.


Besonders in der ersten Zeit erfordern die basischen Bäder eine regelmäßige Anwendung. Ein gelegentlicher Wechsel des Badezusatzes erweist sich oft als günstig, da über einen etwas veränderten Reiz die Ausscheidung immer wieder neu und etwas verändert angeregt wird.





Herbst 2014


Mit starkem Immunsystem in den Winter


Wissenswertes Herbst mit starkem Immunsystem in den Winter Bild:Andreas Hermsdorf_pixelio

Beim Übergang in die nasskalte Jahreszeit steht das Immunsystem vor der großen Herausforderung, die häufig in dieser Zeit auftretenden Erkältungskrankheiten abzuwehren.

Ist die körpereigene Abwehr geschwächt, können in kurzen Zeitabständen wiederkehrende Infekte oder sich ewig lang hinziehende Erkältungskrankheiten die Folge sein. Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit sind dann eingeschränkt.


Werden bereits einige Wochen vor Beginn des nasskalten Wetters vorbeugende Maßnahmen ergriffen, ist das Immunsystem möglicherweise besser auf bevorstehende Herausforderungen vorbereitet.


Da etwa 70 % des Immunsystems im Darm lokalisiert sind, ist Achtsamkeit bei der Ernährung angebracht. Die Reduktion von tierischem Eiweiß, Fleisch, Wurst und Milchprodukten, besonders am Abend, bringt eine Entlastung für den Darm. Über verschiedene Tees kann das Immunsystem vorbeugend angeregt werden. In der Erfahrungsheilkunde haben sich Holunderblütentee, Lindenblütentee und Hagebuttentee – als Teemischung oder einzeln verwendet – sehr bewährt.


Auch der Abhärtung kommt eine große Bedeutung zu. Regelmäßige Saunagänge oder Wechselduschen trainieren das Gefäßsystem. Regelmäßige Bewegung an frischer Luft bringt den notwendigen Sauerstoff in den Körper und ermöglicht über ein tieferes Atmen bei der Bewegung die Abatmung von Kohlendioxid. Wird Bewegung an frischer Luft bei jedem Wetter durchgeführt, kommt der abhärtende Effekt noch hinzu.


Neben den ungemütlichen Witterungsbedingungen im Übergang vom Herbst zum Winter erhöht der Stressfaktor zum Jahresende die Belastung für das Immunsystem.


Die Vorbereitung der Feiertage und der berufliche Abschluss des Kalenderjahres bringen manchen an seine Belastungsgrenze oder darüber hinaus. Der Körper zieht dann über eine Erkrankung die Notbremse, um sich die für die Erholung erforderliche Ruhezeit zu erzwingen. In diesem Sinne kommt der Balance zwischen Aktivität und Erholung für ein starkes Immunsystem eine besondere Bedeutung zu.





Sommer 2014


Die Körperhaltung


© underdogstudios - Fotolia.com

ist ein wichtiges Element der Körpersprache. Unbewusst geben wir über die Körperhaltung unseren Mitmenschen zahlreiche Informationen zur momentanen Stimmung und über unser inneres Befinden.


Untersuchungen haben gezeigt, dass über Mimik, Gestik und Körpersprache deutlich mehr Informationen vermittelt werden als über das gesprochene Wort. Dies soll Anlass sein, die Körperhaltung einmal etwas genauer zu betrachten.



Die Aufrichtung der Wirbelsäule und die Haltung von Kopf und Schultern geben Auskunft über die Stimmungslage eines Menschen. Diese kann durch aktuelle Ereignisse beeinflusst werden und eine freudige Erfahrung z.B. durch aufrechten Gang, zurückgezogene Schultern und leichtem Schritt zum Ausdruck bringen. Doch auch langjährig bestehende Lebenssituationen formen die Körperhaltung und verformen den Rücken oft so, dass eine bewusste Haltungsänderung nur schwer möglich ist. Dort hat das Leben dann seine Spuren hinterlassen.



Will man sich aus gebeugter Körperhaltung aufrichten, ist das oft nur unter Anstrengung möglich. Lässt die Konzentration darauf nach, findet man sich schnell im gewohnten Bewegungsmuster wieder.



Gezielte Bewegung ist eine Möglichkeit, die Körperhaltung zu verbessern. Der Muskelkräftigung wird dabei jedoch ein zu großer Stellenwert beigemessen. Oft sind es die Muskelverkürzungen, die den Menschen in eine ungünstige Körperhaltung ziehen. Eine Dehnung der verkürzten Muskelgruppen (bes. Schulter – und Beckenbereich) sollte deshalb im Vordergrund stehen. Über eine nachfolgende Kräftigung abgeschwächter Muskeln kann die Körperhaltung dann stabilisiert werden.



Da sich die innere Haltung aber in der äußeren (Körper-) haltung widerspiegelt, gilt es insbesondere, sich innerlich aufzurichten und auch die eigene Stimmung einer genauen Betrachtung zu unterziehen. Gebeugt sein heißt, sich zu beugen, in gewisser Weise auch eine Opferhaltung einzunehmen. Eine Veränderung der Sichtweise auf die Dinge die uns widerfahren kann hilfreich sein, um Probleme als Herausforderungen zu betrachten, an denen jeder persönlich wachsen und sich aufrichten kann.





Frühjahr 2014


Die eigenen Bedürfnisse


Apfelbluete

bewusst wahrzunehmen und zu leben ist vielen Menschen abhanden gekommen. Die Informationsfülle und der Zeitdruck des Alltags lassen uns die innere Stimme oft nicht (mehr) wahrnehmen.


Erschöpfung, chronische Müdigkeit oder Burn out entstehen aber nicht allein durch zu viel Tun, sondern vor allem dadurch, dass ein Mensch nicht das tut, was seiner inneren Berufung entspricht.


Das Frühjahr – symbolisch gesehen für den Neubeginn stehend – ist eine gute Möglichkeit, die eigene Entwicklung zu überdenken, Schwerpunkte neu zu setzen und Überholtes fallen zu lassen.


Um sich bewusst wahrzunehmen und die eigenen Bedürfnisse wieder zu spüren, bedarf es Phasen des allein Seins und der Ruhe. Unterstützt durch Bewegung in der Natur kann sich Entspannung einstellen und der Kopf wird frei für neue Ideen, die in der Routine des Alltags oft nicht ins Bewusstsein dringen können.


Das Frühjahr gilt auch traditionell als Fastenzeit. Durch eine Fastenkur oder auch den vorübergehenden Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel wird der Stoffwechsel entlastet und der Geschmackssinn wieder geschärft. Gewohnheiten können dadurch verändert, Menge und Qualität der Nahrung wieder den persönlichen Bedürfnissen angepasst werden.


Wird ein Hobby (wieder) in den Alltag integriert, entsteht ein Zeitfenster, das nur den persönlichen Bedürfnissen vorbehalten bleibt. Günstig ist es, eine „Hobbyzeit“ als festen Termin mit sich selbst zu vereinbaren. Als Orientierung können hier auch Dinge dienen, die man als Kind schon gern getan hat (malen, singen, Sport treiben …). Entscheidend ist es dabei, etwas zu tun, was persönlich mit Sinn erfüllt, woraus aber kein Nutzen gezogen werden kann. Erfolgs – und Leistungsdruck sind zu vermeiden.


Wer fürsorglich und achtsam mit sich umgeht und dem Leben der eigenen Bedürfnisse wieder Raum schenkt, schafft sich einen wichtigen Baustein für Gesundheit und innere Balance.






Winter 2013 / 2014


Kräuter und Gewürze für eine gute Verdauung


Weihnachtsessen

In der vor uns liegenden Winterzeit ist die Versorgung mit frischem Obst und Gemüse aus regionalem Anbau im Vergleich zu den anderen Jahreszeiten eingeschränkter. Reichhaltigere und schwerere Kost zu den Feiertagen in Verbindung mit weniger Bewegung führen gelegentlich zu Störungen in der Verdauung, wodurch das Wohlbefinden beeinträchtigt werden kann.


Kräuter und Gewürze bieten natürliche Möglichkeiten, um die Verdauung zu unterstützen.


Über Jahrhunderte hinweg wurden Bitterstoffe gezielt eingesetzt, um die Verdauung anzuregen und um schwer verdauliche Speisen bekömmlicher zu machen. In unserer Ernährung wird jedoch der Gegenpol – die süße Geschmacksrichtung – oft vorgezogen. Entsprechend wurden zahlreiche Obst – und Gemüsesorten durch Züchtung geschmacklich verändert. Bitterstoffe kommen nur in geringem Maße in unseren Nahrungsmitteln vor. Die Verwendung von Bittertees ist deshalb eine gute Ergänzung, um eine zu träge Verdauung anzuregen.


Winterbild

Löwenzahn, Kalmus, Mariendistel, Schafgarbe oder Tausendgüldenkraut gelten als appetitanregend, krampflösend und verdauungsfördernd. Für die Zubereitung eines Tees eignet sich die Verwendung einer einzelnen Heilpflanze ebenso wie die Mischung mehrerer Teepflanzen je nach geschmacklicher Vorliebe.

Die beste Wirkung erzielt ein Bittertee, wenn er ½ Stunde vor der Mahlzeit getrunken wird.


Aber auch die Zubereitung der Speisen mit verdauungsfördernden Gewürzen verbessern Geschmack und Bekömmlichkeit. Beifuß, Galgant und Kurkuma (Gelbwurz) unterstützen die Verdauung fetter Speisen durch die Anregung des Galleflusses.


Qualitativ gute Gewürze in Bio-Qualität erhält man im Reformhaus oder im Naturkostladen.






September / Oktober '13


Die Hagebutte


Hagebutte

hat seit Jahrhunderten einen festen Platz in der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Früher war die Frucht der Heckenrose durch ihren hohen Gehalt an Vitamin C eine wichtige Vitaminquelle. Sie wurde in Suppen, Marmeladen und Likören verarbeitet. Heute bereiten wir aus der im Herbst geernteten Frucht den Hagebuttentee. Neben dem hohen Gehalt an Vitamin C ist die Hagebutte reich an Vitaminen A, B und K sowie an Mineralstoffen. Der Hagebuttentee ist nicht nur schmackhaft, sondern durch seine Inhaltsstoffe besonders wertvoll in der Erkältungszeit. Er leistet durch den hohen Gehalt an Vitamin C einen Beitrag zur Steigerung der Abwehrkräfte und unterstützt das Immunsystem.


Zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten hat sich eine Teemischung aus gleichen Teilen Hagebuttenfrüchten und Lindenblüten bewährt.






Juli / August '13


In den Sommermonaten


lassen sich mit dem reichhaltigen Angebot an Früchten leckere, erfrischende und vitaminreiche Getränke herstellen.


Für eine Früchtebuttermilch verwendet man


Buttermilch

1 Banane
ein Stück Melone
3 Aprikosen und
eine Hand voll Beeren (z.B. Erdbeeren, Johannisbeeren oder Himbeeren).


Die größeren Früchte werden in kleinere Stücke geschnitten und gemeinsam mit den Beeren fein püriert. Anschließend gibt man ½ Liter Buttermilch dazu und verrührt das Ganze je nach Geschmack mit etwas Ahornsirup oder verdünnt auch mit etwas Wasser.


Werden die pürierten Früchte mit Naturjoghurt gemischt ergibt sich ein vitaminreiches Dessert oder eine kleine Zwischenmahlzeit für die warme Jahreszeit. Guten Appetit!






Mai / Juni '13


Anfang Mai ist die richtige Jahreszeit,


um wieder mit dem morgendlichen Taulaufen zu beginnen.


Taulaufen ist eine wirkungsvolle Abhärtung und wird direkt am Morgen nach dem Aufstehen durchgeführt. Mit den noch bettwarmen Füßen durch taunasses Gras zu laufen wirkt kreislaufanregend und durchblutungsfördernd.


Taulaufen

Sobald ein schneidender Schmerz in der Fußsohle einsetzt, ist das Taulaufen zu beenden.


In warmen Socken und bei Bewegung sollen sich die Füße dann schnell wieder erwärmen.


Neben den schon beschriebenen positiven Effekten wirkt das Taulaufen anregend auf den ganzen Körper, da die Fußsohlen eine Reflexzone sind, in der sich alle Körperorgane widerspiegeln.


Auf diese Art und Weise kann man mit wenigen Minuten Aufwand fit und munter in den Tag starten.


Bei Nieren – und Blasenleiden, kalten Füßen oder allgemeinem Frösteln darf das Taulaufen nicht durchgeführt werden.






März / April '13


Alles Leben, ob Pflanzen, Tiere oder Menschen


unterliegt gewissen Rhythmen, die die Natur vorgibt. In den Wintermonaten verlangsamt sich der Stoffwechsel des Menschen, wir fühlen uns meist träger. Zudem essen wir schwerer und bewegen uns oft etwas weniger. Wenn im Frühjahr die Natur erwacht, fällt es uns oft schwer, mit dem Lebensfluss der Bewegung und Leichtigkeit mitzugehen. Die Frühjahrsmüdigkeit kann uns mit Schwere, Trägheit oder fehlender Kraft zurückhalten.



Wissenswertes im März



Dies ist möglicherweise ein Hinweis darauf, dass der Säure- Basen-Haushalt aus der Balance geraten sein kann. Ein Übermaß an Säuren, ausgelöst durch Bewegungsmangel, Ernährung mit einem zu hohen Anteil an tierischen Eiweißen und Fetten aber auch Stress kann zur Übersäuerung beitragen. Dies beeinträchtigt zunächst den Elan und das körperliche Wohlbefinden, kann aber auch zum Ausgangspunkt für verschiedene Beschwerden werden.





Traditionell finden im Frühjahr verschiedenste Formen von Fasten- oder Reinigungskuren statt, um den körperlichen Entschlackungsprozess zu unterstützen. Löwenzahn – und Brennnesseltee gelten traditionell als Reinigungsmittel in der Frühjahrskur. Verschiedene Teesorten können stets miteinander gemischt werden. Saubere junge Frischpflanzen aus der Natur eignen sich genau so wie ein Tee aus der Apotheke. Bei einer chronischen Grunderkrankung ist es jedoch immer sinnvoll, Entschlackungsmaßnahmen, dazu gehören auch die Teeanwendungen, in Absprache mit einem Behandler durchzuführen.






Januar / Februar '13


In den Wintermonaten Januar und Februar


ist die Natur in der Winterruhe.Wissenswertes Januar Wenn eine Schneeschicht die Erde bedeckt lässt sich kaum erahnen, welche Kraft und Vitalität für ein neues Aufblühen im Frühjahr unter der Erde verborgen liegt. Vergleichbar mit diesen Naturprozessen bewegt sich der Mensch in dieser Zeit im Alltag deutlich weniger und nicht so oft im Freien.


Ein gesundes Maß an regelmäßiger Bewegung ist aber gerade jetzt notwendig, um Herz und Kreislauf in einem guten Trainingszustand zu halten.
Spaziergänge von mindestens 30 Minuten Dauer, möglichst 3 Mal pro Woche sind dafür nötig.
Die Bewegung an frischer Luft und bei jedem Wetter unterstützt gleichzeitig das Immunsystem und schützt vor Erkältung.


Eine gut zur Jahreszeit passende Pflanze ist Rosmarin, welche als Küchengewürz vielfältige Verwendung findet. Rosmarin-Tee wirkt als Muntermacher, aktiviert den Kreislauf und wärmt den Körper kräftig durch. Gleiche Wirkungen zeigen Badezusätze mit Rosmarin.



Frueblueher

Ein bewährtes Mittel gegen die Schwere und Trägheit des Winters ist eine leichte und vitalstoffreiche Ernährung. Verdauungsfördernd und darmentlastend wirken täglich 2 Esslöffel Quark mit 1 Esslöffel Leinöl verrührt. Verfeinert man den Quark mit frischen Sprossen, die man selbst auf der Fensterbank frisch ziehen kann, versorgt man sich gleichzeitig mit einer guten Portion an Vitaminen.


Der Übergang zum Frühling und das Umschalten auf mehr Bewegung und Aktivität dürfte damit leichter fallen.






Dezember '12


Adventszeit – Vorweihnachtszeit – beSINNliche Zeit


Wir sind wieder mitten drin. Doch bis zum Fest ist es wohl eher eine turbulente Zeit, bestehend aus Aktivitäten im Advent, Ritualen und verschiedensten Pflichten. Zeit zur BeSINNung haben die meisten erst zum Fest oder um den Jahreswechsel.


Feste werden gefeiert und so gehört ein festliches Essen zu Weihnachten dazu. Wärmende und verdauungsfördernde Gewürze sind in unserer Küche fester Bestandteil typisch winterlicher Gerichte. So sind Anis, Zimt und Mandeln aus der Weihnachtsbäckerei oder Beifuss, Ingwer und Wacholder beim Festtagsmenü nicht wegzudenken.


Braucht die Verdauung nach einem reichlichen Festessen doch etwas Unterstützung, können Tees mit einem hohen Gehalt an Bitterstoffen hilfreich sein. Sie fördern die Bildung von Verdauungssäften und regen damit die Verdauung an.
Bewährt haben sich dabei Tees aus Löwenzahn, Tausendgüldenkraut oder Wermut, als Einzeltee oder auch gemischt.


Dezember


Verdauungsfördernd wirkt auch die Bewegung. So kann ein Winterspaziergang fernab vom Geschenketrubel Gelegenheit sein, zur Ruhe zu finden und die Schönheit und die Details der winterlichen Natur wahrzunehmen und sich daran zu erfreuen.
Vielleicht ergibt sich daraus die Gelegenheit, aus freier Zeit zwischen den Jahren eine beSINNliche Zeit zu machen und dabei manch alte, gewohnte Dinge in Frage zu stellen und neue, für sich passendere Ziele zu formulieren.
Dann kann ein guter Start mit frischer Kraft ins neue Jahr gelingen.


Ihre Silke Renner




Oktober / November '12


Bei schönem Wetter bietet die Natur im Herbst ein einzigartiges Naturschauspiel mit den zahlreichen und kräftigen Färbungen der Blätter. Doch mit den Monaten Oktober und November erwartet uns auch die deutlich dunklere und nasskalt ungemütliche Jahreszeit. Wenn dann die Blätter fallen und der erste Frost die oberirdischen Pflanzenteile absterben lässt, zieht sich die Natur in die Winterruhe zurück.


Tee aus Hagebutten

Würde der Mensch intensiv im Einklang mit der Natur leben, würde dies bedeuten, dass nun die Aktivitäten eingeschränkt werden und mehr Ruhe im Alltag einkehren müsste. Der Alltag erfordert aber gerade jetzt immer wieder verstärkte Aktivität, um angefangene Prozesse bis zum Jahresende noch zum Abschluss zu bringen. Die nasskalte Witterung und hohe Arbeitsbelastung sind oft die Gründe dafür, dass sich der Körper in den Herbstmonaten eine Ruhephase erzwingt und mit einer Erkältung reagiert.


Neben dem Einhalten von erforderlichen Erholungsphasen bieten entspannende Bäder und ausreichend Bewegung bei jedem Wetter an frischer Luft eine gute Möglichkeit, um das Immunsystem zu trainieren. Aus der Pflanzenheilkunde stehen Tees zur Verfügung, mit denen die Erfahrung gemacht wurde, dass sie die körpereigene Abwehr stärken können und so hilfreich in den nasskalten Herbstmonaten sind. Dazu gehört die Hagebutte, die mit ihrem hohen Gehalt an Vitamin C helfen kann, eine Erkältung abzuwehren. Aber auch der Lindenblütentee oder ein Tee aus Holunderblüten – die eigentlich als schweißtreibende Tees bei Erkältungen eingesetzt werden – regen, lauwarm getrunken, die körpereigene Abwehr an.

Die verschiedenen Tees können je nach geschmacklicher Vorliebe miteinander kombiniert werden und als Tee zum Abendbrot auch vorbeugend für einige Wochen durch die kalte Zeit begleiten.






August / September '12


Der Spätsommer mit den Monaten August und September leitet jahreszeitlich gesehen den Prozess der Reife ein. Hitze, Trockenheit und Gewitterstimmung gehören typischerweise zu diesem Jahresabschnitt. Die Natur steht in Fülle, die Früchte reifen und bilden Samen aus, um das Weiterexistieren der Art im nächsten Jahr zu gewährleisten. Auch die Tierwelt passt sich mit dem nun beginnenden Sammeln von Vorräten der Jahreszeit an.


Unter Beachtung der in der Natur Tomaten in einer Tonschale
ablaufenden Vorgänge kann sich der Mensch auch auf die bevorstehende Phase von Herbst und Winter vorbereiten.
Der Spätsommer bietet durch seine Vielfalt und Fülle an reifen Früchten eine gute Möglichkeit, den Stoffwechsel jetzt noch einmal zu entlasten und zu aktivieren.


Um den Säure – Basen- Haushalt in eine gute Balance zu bringen, sollten tierische Fette und Eiweiße (Wurst, Fleisch, Käse, Milchprodukte) reduziert werden. Das reichhaltige Angebot an saisonalem und regionalem Obst und Gemüse kann hier den Speiseplan vielseitig ergänzen. Küchenkräuter und Kräutertees sind ebenfalls gute Basenlieferanten.
Die Fülle in der Natur lädt auch dazu ein, einen gewissen Vorrat für den Winter anzulegen.
Das Trocknen von Obst, Kräutern und Pilzen eignet sich hier besonders.